Was schreibt Ellen White über...
Adventistische Schriften über: "Gibt es Hinweise darauf, dass die Begegnung des Volkes Israel am Sinai im 2. Buch Mose auch ein Gericht war?"
Antwort
Die Begegnung am Sinai trug deutliche Merkmale eines Gerichts, da die Schrecken und die majestätische göttliche Gegenwart am Berg die Szenen des künftigen Weltgerichts versinnbildlichen sollten. Zudem war das Gesetz selbst eine „Dienstleistung der Verdammnis“, die Sündern ihre Schuld aufzeigte und den Tod als Folge der Übertretung ankündigte. In der konkreten Situation des Abfalls durch das goldene Kalb wurde zudem ein unmittelbares Strafgericht vollzogen, um die Nation vor völliger Korruption zu bewahren.
Die Schrecken des Sinai als Darstellung des Gerichts
»Die Schrecken des Sinai sollten dem Volk die Szenen des Gerichts darstellen. Der Schall einer Posaune rief Israel zusammen, um Gott zu begegnen. Die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes werden von der ganzen Erde sowohl die Lebenden als auch die Toten zur Gegenwart ihres Richters rufen. ... Wenn die göttliche Gegenwart auf dem Sinai offenbart wurde, war die Herrlichkeit des Herrn wie verzehrendes Feuer in den Augen ganz Israels. Aber wenn Christus in Herrlichkeit mit Seinen heiligen Engeln kommen wird, wird die ganze Erde vom schrecklichen Licht Seiner Gegenwart in Brand gesetzt werden.«
Das Gesetz als Urteil über den Sünder
»Das Gesetz Gottes, das in furchtbarer Erhabenheit vom Sinai gegeben wurde, war der Ausspruch der Verurteilung für den Sünder. Der Übertreter starb ohne Gnade. Die Verkündigung dieses Gesetzes und seine Wiederholung auf dem heiligen Berg war so heilig und so herrlich, dass auf dem Angesicht von Mose eine Herrlichkeit widergespiegelt wurde, die das Volk nicht ohne Schmerz ansehen konnte... Es ist die Aufgabe des Gesetzes zu verurteilen, aber es liegt keine Kraft im Gesetz zu vergeben.«
Notwendigkeit des Strafgerichts beim Abfall am Sinai
»Die Liebe nicht weniger als die Gerechtigkeit verlangte, dass für diese Sünde ein Gericht vollzogen wurde. Gott ist sowohl der Beschützer als auch der Herrscher Seines Volkes. Er rottet diejenigen aus, die zur Rebellion entschlossen sind, damit sie nicht andere ins Verderben führen. ... So war es auch mit dem Abfall am Sinai. Wäre die Bestrafung nicht rasch auf die Übertretung gefolgt, wären dieselben Ergebnisse erneut eingetreten. Die Erde wäre so korrupt geworden wie in den Tagen Noahs.«
Das Gesetz vom Sinai als Maßstab im Endgericht
»Dieses heilige Gesetz, Gottes Gerechtigkeit, das unter Donner und Flammen vom Sinai als Leitfaden für das Leben verkündet wurde, wird den Menschen nun als Regel des Gerichts offenbart. Die Hand öffnet die Tafeln, und man sieht die Vorschriften des Dekalogs, wie mit einer feurigen Feder gezeichnet. ... Jetzt werden sie durch das Gesetz verurteilt, das sie verachtet haben.«
Originalquellen (Englisch)
Stephan Krol
Gruender von EGW Vision
Warum ich EGW Vision gebaut habe
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