Was schreibt EGW über...
Adventistische Schriften über: "Es geht um den Kolosserbrief, 2 16 Speise und Trank, dies wird als die Beigabe zu den Opfern als Speise und Trank Opfer ausgelegt. Der Brief Paulus richtet sich aber an die Gemeinde in kolosser, dort wurden keine sündopfer und Brandopfer dargebracht, sondern nur im Tempel Jerusalems. Also beziehen sich diese Speise und Trank auf die Reingeitsregeln beim Essen, die vom Judentum auferlegt wurden"
Antwort
Die Bibelstelle in Kolosser 2,16 bezieht sich nach adventistischer Auslegung auf die zeremoniellen Bestimmungen des mosaischen Gesetzes, die als Schatten auf Christus hinwiesen und mit seinem Tod am Kreuz endeten. Während die moralischen Gebote des Dekalogs weiterhin gültig sind, wurden die rituellen Vorschriften bezüglich Speisen, Tränken und Festtagen, die Teil der „handschriftlichen Satzungen“ waren, aufgehoben. Dennoch hielten die Apostel an bestimmten gesundheitlichen und moralischen Einschränkungen fest, wie dem Verzicht auf Blut und Götzenopferfleisch, um die Gemeinschaft zwischen Juden und Heiden zu wahren und biblische Prinzipien der Reinheit zu schützen.
Unterscheidung zwischen zeremoniellen und moralischen Gesetzen
»Unter der „Handschrift der Satzungen“ ist ganz offensichtlich das Zeremonialgesetz zu verstehen – nicht der Dekalog oder das Moralgesetz. Dieses wird niemals als „Handschrift der Satzungen“ charakterisiert. Daher haben das „Auslöschen“, „Wegnehmen“ und „an das Kreuz Nageln“, von dem gesprochen wird, keinen Bezug zu diesem Gesetz, sondern zum mosaischen Ritual. ... Die Sabbatage, auf die angespielt wird, sind offensichtlich jene, die am selben Ort wie Speise und Trank, Feste und Neumonde zu finden sind und die denselben allgemeinen Charakter hatten. Der wöchentliche Sabbat wird daher durch ihre Aufhebung überhaupt nicht berührt.«
Vorschriften für Heidenchristen und Zeremonialgesetz
»Der Rat von Jerusalem beriet über die Frage der zeremoniellen Anforderungen und Verbote und entschied, dass streng zeremonielle Merkmale der alttestamentlichen Ära nicht mehr bindend seien. ... Weit davon entfernt zu sagen, dass das, was die Heiden aßen, keinen Bezug zu einer richtigen Lebensweise habe, stellte der Rat ausdrücklich bestimmte Einschränkungen auf: „Dass ihr euch enthaltet von Götzenopfern und vom Blut und vom Erstickten und von Unzucht.“«
Prinzipien der Reinheit und Gesundheit
»Die Unterscheidung zwischen Speisen als rein und unrein war keine rein zeremonielle und willkürliche Regelung, sondern basierte auf sanitären Prinzipien. Der Einhaltung dieser Unterscheidung lässt sich in hohem Maße die wunderbare Vitalität zuschreiben, die das jüdische Volk seit Jahrtausenden auszeichnet. ... Der Appetit sollte immer den moralischen und intellektuellen Kräften untergeordnet sein.«
🔍 Passende Suchen
- Kolosser 2 16 Zeremonialgesetz
- Unterschied moralisches und zeremonielles Gesetz
- Speisegesetze im Neuen Testament
Originalquellen (Englisch)

