Was schreibt Ellen White über...

Adventistische Schriften über: "Die Bedeutung der Fußwaschung und die Aussage über die Reinheit der Jünger"

Antwort

Die Fußwaschung hat laut Ellen White eine weit tiefere Bedeutung als bloße körperliche Reinigung. Sie symbolisiert die Reinigung des Herzens von Sünde, Stolz, Eifersucht und Selbstsucht – eine Vorbereitung auf die Gemeinschaft mit Christus und das Abendmahl. Die Aussage Jesu „Ihr seid rein" bezog sich auf die Jünger, deren Herzen durch diesen demütigen Dienst gereinigt wurden, mit Ausnahme des Judas, der sich Christus nicht übergeben hatte.

Die tiefere Bedeutung der Fußwaschung

»Diese Worte bedeuten mehr als körperliche Sauberkeit. Christus spricht noch immer von der höheren Reinigung, wie sie durch die niedere veranschaulicht wird. Wer aus dem Bad kam, war rein, aber die beschuhten Füße wurden bald staubig und mussten wieder gewaschen werden. So waren Petrus und seine Brüder in der großen Quelle gewaschen, die für Sünde und Unreinheit geöffnet wurde. Christus erkannte sie als die Seinen an. Aber Versuchung hatte sie in das Böse geführt, und sie brauchten noch Seine reinigende Gnade. Als Jesus Sich mit einem Handtuch umgürtete, um den Staub von ihren Füßen zu waschen, wünschte Er durch eben diese Handlung die Entfremdung, Eifersucht und den Stolz von ihren Herzen zu waschen. Dies war von weit größerer Bedeutung als das Waschen ihrer staubigen Füße.«

Symbolik der höheren Reinigung

»Feierlich sagte Christus zu Petrus: „Wenn ich dich nicht wasche, so hast du keinen Teil an mir." Der Dienst, den Petrus verweigerte, war das Symbol einer höheren Reinigung. Christus war gekommen, das Herz vom Flecken der Sünde zu waschen. Indem Petrus sich weigerte, Christus seine Füße waschen zu lassen, lehnte er die höhere Reinigung ab, die in der niederen eingeschlossen war.«

Die Jünger sind rein – mit einer Ausnahme

»Jesus sagte zu den Jüngern: „Ihr seid rein, aber nicht alle." Er hatte die Füße des Judas gewaschen, aber das Herz hatte sich Ihm nicht übergeben. Es war nicht gereinigt. Judas hatte sich Christus nicht unterworfen.«

Einstituierung eines heiligen Ordinanz

»Nun, nachdem Er den Jüngern die Füße gewaschen hatte, sagte Er: „Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe." Mit diesen Worten gebot Christus nicht bloß die Ausübung der Gastfreundschaft. Es war mehr gemeint als das Waschen der Füße der Gäste, um den Staub der Reise zu entfernen. Christus setzte hier einen religiösen Dienst ein. Durch die Handlung unseres Herrn wurde diese demütigende Zeremonie zu einem geweihten Ordinanz.«

Vorbereitung auf das Abendmahl

»Dieses Ordinanz ist die von Christus bestimmte Vorbereitung auf den sakramentalen Dienst. Solange Stolz, Zwietracht und Streben nach Vorherrschaft gehegt werden, kann das Herz nicht in Gemeinschaft mit Christus treten. Wir sind nicht bereit, die Gemeinschaft Seines Leibes und Blutes zu empfangen. Deshalb hatte Jesus die Erinnerung an Seine Erniedrigung als erste zu beobachten eingesetzt.«

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Originalquellen (Englisch)

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Stephan Krol

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