Was schreibt EGW über...
Ellen Gould White über: "Prophetische Deutung des Gräuels der Verwüstung für die Endzeit"
Antwort
Der „Gräuel der Verwüstung“ wird prophetisch als das Aufstellen götzendienerischer Standarten an einem heiligen Ort gedeutet, was ursprünglich auf die römischen Heere vor Jerusalem hinwies. In der prophetischen Abfolge der Endzeit verweist dies auf das Wirken von Mächten, die Gottes Gesetz verändern und ein System des Götzendienstes innerhalb der Christenheit etablieren. Wenn diese Warnzeichen sichtbar werden, ist für Gottes Volk sofortiges Handeln und geistliche Flucht ohne Zögern erforderlich, um der allgemeinen Zerstörung zu entgehen.
Die Bedeutung des Gräuels und das Zeichen zur Flucht
Jesus verkündete den zuhörenden Jüngern die Gerichte, die über das abtrünnige Israel hereinbrechen sollten... Der Heiland warnte seine Nachfolger: „Wenn ihr nun sehen werdet den Gräuel der Verwüstung, von dem gesagt ist durch den Propheten Daniel, dass er steht an der heiligen Stätte (wer das liest, der merke auf!), alsdann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist.“ Wenn die götzendienerischen Standarten der Römer auf dem heiligen Boden aufgestellt würden, der sich einige Wegstunden außerhalb der Stadtmauern erstreckte, dann sollten die Nachfolger Christi ihre Sicherheit in der Flucht suchen. Wenn das Warnzeichen gesehen würde, dürften diejenigen, die entkommen wollten, nicht zögern.
Veränderung des Gesetzes und Götzendienst
Die Prophetie hatte erklärt, dass das Papsttum danach trachten würde, „Zeit und Gesetz zu ändern“. Um den Bekehrten aus dem Heidentum einen Ersatz für die Anbetung von Götzen zu bieten... wurde die Verehrung von Bildern und Reliquien allmählich in den christlichen Gottesdienst eingeführt. Ein Dekret eines allgemeinen Konzils bestätigte schließlich dieses System des Götzendienstes. Um das sakrilegische Werk zu vollenden, maß sich Rom an, das zweite Gebot, das die Bilderanbetung verbietet, aus dem Gesetz Gottes zu streichen und das zehnte Gebot zu teilen, um die Zahl zu erhalten.
Prophetische Zeitlinien und die Drangsal
In der Unterredung des Heilands mit seinen Jüngern auf dem Ölberg beschrieb er die lange Zeit der Prüfung für die Kirche – die 1260 Jahre päpstlicher Verfolgung... Die 1260 Tage oder Jahre endeten 1798. Ein Vierteljahrhundert zuvor hatte die Verfolgung fast gänzlich aufgehört. Zwischen diesen beiden Daten sollte gemäß den Worten Christi die Sonne verfinstert werden. Am 19. Mai 1780 erfüllte sich diese Prophezeiung.
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Originalquellen (Englisch)
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