Ellen Gould White

Was schreibt Ellen White über...

Ellen Gould White über: "Was bedeutet: wehe den Schwangeren und Stillende zu jener Zeit?"

Antwort

Zu deiner Frage wurden keine passenden Textstellen in den Schriften Ellen G. Whites gefunden. Deshalb beantworte ich sie direkt anhand der Bibel und im Sinne ihrer bekannten Auslegungsgrundsätze.

Was bedeutet „Wehe den Schwangeren und den Stillenden“?

Jesus sagt diese Worte in Matthäus 24,19; ähnliche Aussagen stehen in Markus 13,17 und Lukas 21,23. Er warnt seine Jünger vor einer Zeit großer Bedrängnis, in der Menschen aus Judäa rasch in die Berge fliehen müssten (Matthäus 24,15–18).

Das „Wehe“ ist hier keine Verurteilung schwangerer oder stillender Frauen, sondern ein Ausdruck des Mitgefühls angesichts ihres bevorstehenden Leids. Eine überstürzte Flucht ist für eine Schwangere besonders beschwerlich. Eine stillende Mutter muss außerdem ein kleines, völlig von ihr abhängiges Kind versorgen und schützen. Hunger, Erschöpfung und fehlende sichere Unterkünfte treffen beide besonders schwer.

Welche Zeit meint Jesus?

Der unmittelbare Zusammenhang betrifft die drohende Verwüstung Jerusalems, die im Jahr 70 nach Christus geschah. Lukas nennt ausdrücklich die Belagerung Jerusalems durch Heere als Warnzeichen zur Flucht (Lukas 21,20–21). In Matthäus 24 verbindet sich diese Warnung zugleich mit dem weiteren Blick auf die letzten Ereignisse und Christi Wiederkunft. Im Sinne der Schriften Ellen Whites weist die damalige Bedrängnis auch auf die große abschließende Krise hin.

Dass Jesus die besonderen Schwierigkeiten der Flucht berücksichtigt, zeigt auch seine Aufforderung, darum zu beten, dass sie nicht im Winter oder am Sabbat geschehen müsse (Matthäus 24,20).

Was bedeutet das für uns?

Die Aussage ist kein allgemeines Verbot, Kinder zu bekommen, und kein Hinweis darauf, dass Schwangerschaft oder Mutterschaft etwas Schlechtes wären. Sie zeigt vielmehr: Jesus sieht die Not besonders verletzlicher Menschen. Nach seinen Grundsätzen sollen wir Warnungen ernst nehmen, besonnen handeln und Schwangeren, Müttern und Kindern in Krisenzeiten praktisch beistehen. Der Schwerpunkt liegt nicht auf Angst, sondern auf Wachsamkeit, Mitgefühl und Vertrauen auf Gott.

Hinweis: Auch bei sehr speziellen adventistischen oder biblischen Fragen ist wichtig zu unterscheiden: Diese Antwort stützt sich nicht auf dazu gefundene Ellen-White-Dokumente, sondern auf meine Kenntnisse der Bibel und adventistischer Glaubensauffassungen.

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Stephan Krol

Gruender von EGW Vision

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