Was schreibt Ellen White über...

Adventistische Schriften über: "Warum weiß man so wenig über das Gericht der Lebenden? Es muss vor der Wiederkunft stattfinden und wird beim Ende der Gnadenzeit abgeschlossen sein. Wie läuft es ab?"

Antwort

Die Schriften legen dar, dass das Untersuchungsgericht im himmlischen Heiligtum mit den verstorbenen Gerechten beginnt, während die lebenden Gläubigen durch die Verkündigung der dritten Engelsbotschaft und das Empfangen des Siegels Gottes vorbereitet werden. Vor der Wiederkunft Christi muss jeder Fall für Leben oder Tod entschieden sein, weshalb das Gericht über die Lebenden vor dem Ende der Gnadenzeit abgeschlossen sein muss. Sobald diese Entscheidung und die Versiegelung vollendet sind, beendet Jesus Seinen Mittlerdienst mit dem feierlichen Ausspruch „Es ist geschehen“, woraufhin keine Gnadenzeit mehr für die Menschheit besteht.

Die Reihenfolge des Gerichts: Zuerst die Toten, dann die Vorbereitung der Lebenden

»Das abschließende Werk Christi als Priester betrifft den Freispruch Seines Volkes vor dem Richterstuhl Seines Vaters, das Austilgen ihrer Sünden und den Beschluss, der sie jener Welt und der Auferstehung zur Unsterblichkeit für würdig erachtet. Unser Herr kann dies nicht für Menschen tun, die sich noch im Zustand der Bewährung befinden. Sein erstes Werk muss sich daher auf die gerechten Toten beziehen. Und während ihre Fälle nacheinander geprüft und entschieden werden, werden die lebenden Gerechten durch die Verkündigung des dritten Engels auf das Ende ihrer Gnadenzeit und auf die Entscheidung des Untersuchungsgerichts vorbereitet.«

Der Abschluss des Gerichts und die endgültige Entscheidung aller Fälle

»Ein Engel, der von der Erde zurückkehrt, verkündet, dass sein Werk getan ist; die letzte Prüfung ist über die Welt gekommen, und alle, die sich den göttlichen Geboten gegenüber als treu erwiesen haben, haben „das Siegel des lebendigen Gottes“ empfangen. Dann beendet Jesus Seine Fürsprache im oberen Heiligtum. Er hebt Seine Hände empor und spricht mit lauter Stimme: „Es ist geschehen“ ... Jeder Fall ist für Leben oder Tod entschieden. Christus hat die Versöhnung für Sein Volk vollbracht und ihre Sünden ausgetilgt.«

Notwendigkeit des Untersuchungsgerichts vor der Wiederkunft

»Die Reinigung des Heiligtums ... beinhaltet ein Werk der Untersuchung – ein Gerichtswerk. Dieses Werk muss vor dem Kommen Christi zur Erlösung Seines Volkes vollzogen werden; denn wenn Er kommt, ist Sein Lohn mit Ihm, um jedem nach seinen Werken zu vergelten.«

Die Vorentscheidung über die Lebenden vor dem Erscheinen Christi

»Bevor diese Verwandlung vollzogen werden kann, muss entschieden sein, wer das Volk Gottes ist, das so errettet werden soll, und wer die unverbesserlich Gottlosen sind, die dem Verderben überlassen werden. Diese Angelegenheit muss vor dem Kommen des Herrn festgelegt werden; denn dann bleibt keine Zeit mehr für eine Untersuchung des Charakters und eine Entscheidung über das Schicksal. Dieses Entscheidungswerk ist jedoch ein Gerichtswerk ... und ein solches Gerichtswerk muss daher stattfinden, bevor der Herr kommt.«

Originalquellen (Englisch)

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Stephan Krol

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