Was schreibt Ellen White über...
Adventistische Schriften über: "Untersuche anhand der Schriften von Ellen G. White, warum Kain die vorgeschriebene Opferung eines Lammes kannte, aber dennoch Erzeugnisse des Feldes darbrachte, welche Gründe hinter seiner ablehnenden Haltung gegenüber der göttlichen Ordnung standen und wie sich seine Einstellung zu Gehorsam und Befolgung im Lauf der verschiedenen Phasen veränderte. Beziehe die chinesische Union-Version der Bibel (和合版聖經), die Sichtweise der Siebenten-Tags-Adventisten (SDA) und den SDA-Bibelkommentar ein. Erfinde nichts."
Antwort
Nach Ellen G. White kannte Kain die göttliche Opferordnung; seine Feldfrüchte waren keine Folge von Unwissenheit, sondern einer bewussten Entscheidung für Selbstvertrauen und eigene Verdienste statt der Anerkennung seiner Erlösungsbedürftigkeit. Zunächst befolgte er äußerliche Teile des Gebots, ließ aber dessen wesentlichen Sinn aus; nach der Zurückweisung hielt er an seiner Haltung fest und steigerte sich über Ärger und Vorwürfe zu Neid, Hass und Gewalt. Die bereitgestellten Zitate enthalten weder den Text der chinesischen Union-Version (和合版聖經) noch den SDA-Bibelkommentar; deren jeweilige Aussagen kann ich daher nicht zuverlässig einbeziehen oder behaupten.
Kains Kenntnis der Opferordnung
»Diese Brüder wurden geprüft, wie zuvor Adam geprüft worden war, um zu zeigen, ob sie dem Wort Gottes glauben und gehorchen würden. Sie kannten die Vorkehrung, die für die Erlösung des Menschen getroffen worden war, und verstanden das von Gott angeordnete Opfersystem. […] Ohne Blutvergießen konnte es keine Vergebung der Sünde geben; durch das Opfern der Erstlinge der Herde sollten sie ihren Glauben an das Blut Christi als die verheißene Versöhnung zeigen. […] Doch Kain missachtete den direkten und ausdrücklichen Befehl des Herrn und brachte nur ein Opfer von Feldfrüchten dar.«
Selbstvertrauen statt Anerkennung der Erlösungsbedürftigkeit
»Kain kam mit Murren und Unglauben im Herzen vor Gott, was das verheißene Opfer und die Notwendigkeit der Opfergaben betraf. Seine Gabe drückte keine Reue über die Sünde aus. Er meinte, es sei ein Eingeständnis von Schwäche, dem genau von Gott vorgezeichneten Weg zu folgen und seine Erlösung ganz der Versöhnung des verheißenen Erlösers anzuvertrauen. Er wählte den Weg der Selbstabhängigkeit und wollte mit eigenen Verdiensten kommen. […] Kain gehorchte, indem er einen Altar errichtete und ein Opfer darbrachte; doch sein Gehorsam war nur teilweise. Das Wesentliche – die Anerkennung, dass er einen Erlöser brauchte – ließ er aus.«
Unwillen, abhängig zu sein, und verletzter Stolz
»Er wollte nicht von Abel abhängig sein, was das Opfer betraf. Er wollte nicht zu ihm gehen und um ein Lamm bitten. Er hielt seine eigenen Werke für vollkommen und brachte sie Gott dar. […] Abel wiederholte seinem Bruder die Worte von Gottes Gebot an beide hinsichtlich der verlangten Opfergaben. Kain war aufgebracht, weil sein jüngerer Bruder sich anmaßte, ihn zu belehren. Er ließ Neid und Eifersucht sein Herz erfüllen. Er hasste seinen Bruder, weil dieser ihm vorgezogen wurde.«
Nach der Zurückweisung: von Ärger zu beharrlicher Auflehnung
»Als Kain sah, dass sein Opfer zurückgewiesen wurde, wurde er zornig auf den Herrn und auf Abel. […] Gott überließ Kain trotz seiner Missachtung des göttlichen Gebots nicht sich selbst, sondern ließ ihm eine Warnung zukommen. […] Die Entscheidung lag bei Kain selbst. […] Doch statt seine Sünde anzuerkennen, beklagte Kain weiterhin die vermeintliche Ungerechtigkeit Gottes und hegte Eifersucht und Hass gegen Abel. […] In der Wut seiner Leidenschaft erschlug er seinen Bruder.«
Originalquellen (Englisch)
Stephan Krol
Gruender von EGW Vision
Warum ich EGW Vision gebaut habe
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