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Ellen Gould White über: "Sollten Christen Ostern feiern?"
Antwort
Den Schriften zufolge gibt es für die spezifische Feier des modernen Osterfestes keine biblische Grundlage, da die Verlegung des Gedenkens auf den Sonntag als eine menschliche Einrichtung ohne göttliche Sanktion betrachtet wird. Dennoch sollten Christen Gedenktage nutzen, an denen andere Gott vergessen, um den Erlöser besonders zu ehren und die Geschichte von Golgatha zu vermitteln. Anstatt Geld für unnütze Dinge auszugeben, sollte der Fokus auf dem Opfer Christi und der Erziehung der Kinder zur Selbstverleugnung und Liebe zu Jesus liegen.
Die Ursprünge der Osterstreitigkeiten
»Anmerkung 9. Seite 447 – Die Bischöfe von Rom begannen sehr früh, Gehorsam von allen Kirchen zu fordern. Ein markantes Beispiel hierfür ist der Streit zwischen der Ost- und der Westkirche bezüglich Ostern. Dieser Streit entstand im zweiten Jahrhundert. Mosheim sagt: „Die Christen dieses Jahrhunderts feierten jährliche Feste zum Gedenken an den Tod und die Auferstehung Christi. ... Der Tag, der als Jahrestag von Christi Tod begangen wurde, wurde Pascha-Tag oder Passah genannt.“ Wie die Juden feierten die Christen „ein heiliges Fest, bei dem sie ein Passahlamm zum Gedächtnis an das heilige Abendmahl verteilten.“ Die Christen in Kleinasien hielten dieses Fest am vierzehnten Tag des ersten jüdischen Monats, wenn die Juden ihr Passah feierten... Die westlichen Kirchen hingegen feierten die Auferstehung Christi am Sonntag nach dem jüdischen Passah... und verbanden so das Gedenken an Christi Tod mit dem seiner Auferstehung.«
Gelegenheiten zur Ehre Gottes nutzen
»Wir sind von Christus sowohl für geistliche als auch für zeitliche Segnungen abhängig; wir sollten uns besonders an den Erlöser der Welt erinnern an jenen Tagen, an denen andere Ihn vergessen, während sie einander gefallen wollen, in Festlichkeit und unbedachtem Frohsinn. Wir sollten Dem besondere Ehre erweisen, in dem unsere Hoffnung auf ewiges Leben zentriert ist. Das ganze Jahr über sollten Eltern ihre Kinder darin erziehen, wie sie Jesus durch ihre Gaben ehren können. Sie sollten sie lehren, dass Christus in die Welt kam, um verlorene Sünder zu retten, und dass sie, anstatt Geld für unnötigen Schmuck, für Süßigkeiten und Krimskrams zur Befriedigung des Geschmacks auszugeben, sich um Christi willen verleugnen sollten, damit sie Ihm einen Ausdruck ihrer Liebe darbringen können.«
Fehlende biblische Belege für den Ostersonntag
»Protestanten behaupten nun, dass die Auferstehung Christi am Sonntag diesen zum christlichen Sabbat gemacht habe. Doch es fehlt an biblischen Beweisen. Weder Christus noch seine Apostel haben dem Tag eine solche Ehre erwiesen. Die Feier des Sonntags als christliche Institution hatte ihren Ursprung in jenem „Geheimnis der Gesetzlosigkeit“, das schon zu Paulus’ Zeiten sein Werk begonnen hatte. Wo und wann hat der Herr dieses Kind des Papsttums adoptiert? Welcher gültige Grund kann für eine Änderung angeführt werden, die die Heilige Schrift nicht billigt?«
Christus als unser wahres Passahlamm
»Das Schlachten des Passahlamms war ein Schattenbild des Todes Christi. Paulus sagt: „Denn auch wir haben ein Passahlamm, das ist Christus, für uns geopfert.“ Die Webegarbe der Erstlingsfrüchte, die zur Zeit des Passahfestes vor dem Herrn geschwungen wurde, war ein Vorbild auf die Auferstehung Christi.«
Teilnahme an festlichen Anlässen
»Christus hat den Christen keine Vollmacht gegeben, zu sagen, wenn sie zu einer Hochzeit eingeladen werden: „Wir sollten bei einem so freudigen Anlass nicht anwesend sein.“ Durch den Besuch dieses Festes lehrte uns Christus, dass Er möchte, dass wir uns mit denen freuen, die sich freuen, in der Beachtung Seiner Satzungen. Er entmutigte niemals die Festlichkeiten der Menschheit, wenn sie in Übereinstimmung mit den Gesetzen des Himmels durchgeführt wurden.«
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