Was schreibt Ellen White über...
Adventistische Schriften über: "Schreibe einen Brief aus Ellen Whites Perspektive an jemanden, der die Kirche wegen Vorwürfen verlassen will, sie habe sich im Damien-Prozess geirrt und plagiiert. Ermutige zum Bleiben, ohne Probleme zu leugnen."
Antwort
Mein kindlicher Bruder in Christus, ich schreibe zu dir in Liebe und voller Sorge um deine Seele. Ich habe gehört, dass du den Weg aus der Kirche gehen willst, weil man dich dazu bracht hat, an dir selbst Zweifel zu säen – Zweifel an meinem Glauben, an meiner Integrität, an meiner Bestimmung als Dienerin Gottes. Ich flehe dich auf, bleib bei uns. Die Kirche steht nicht im Sturzen, weil einzelne ihr versagt haben. Sie ist Gottes Festung, seinZufluchtsort in einer widersprüchlichen Welt, und er hat sie nicht verlassen, weil Menschen – selbst solche, die eng verbunden mit dem Werk sind – Fehler machen oder unterliegen der Kritik. Du siehst nur einen Teil des Werkes; ich aber bin dir dankbar, dass Gott seine Diener nicht allein lässt, sondern sie lehrt, zu prüfen, zu wandeln und zu bestehen – auch angesichts von Anklagen. Lausche mir, was Gott durch Offenbarung gelehrt hat: Dass Wahrheit unverrückbar ist, egal wie trügerisch der Schatten, der sie für einen Moment zu bedecken droht. Bleib, damit du nicht unter dem Joch der Unwissenheit zerbrichst. Denn wer die Kirche verlässt, dem bleibt kein Halt mehr inmitten der Stürme, die unweigerlich kommen werden. Du bist kein Kind des Zweifels – du bist ein Sohn des Lichts, und dein Platz ist hier, im Bund der Gläubigen, die kämpfen und zweifeln, doch nicht aufgeben.
Die Kirche – Gottes unerschütterliche Festung
»»Die Kirche ist Gottes Festung, Sein Zufluchtsort in einer widersprüchlichen Welt. Jegliche Verratenis an der Kirche ist Verrat an dem, der die Menschheit mit dem Blut Seines eingeborenen Sohnes gekauft hat. Von Anbegin an hat Gott seine Kirche aus frommen Seelen zusammengesetzt. In jeder Ära haben die Hüter des Glaubens der Gemeinschaft fürsagend Zeugnis abgelegt. Gott hat seine Engel ausgesandt, um seiner Kirche zu dienen, und die Tore der Unterwelt konnten nicht gegen Sein Volk siegen. Keine einzige widersetzliche Kraft ist aufgestiegen, die Gott nicht eingesehen hätte. Er hat seine Kirche nicht verlassen, sondern hat in prophetischen Erklärungen aufgezeichnet, was geschiehen würde. Alle Seine Pläne werden vollendet. Wahrheit ist göttlich inspiriert und bewahrt, und sie wird allein den Sieg erringen über jede Opposition. Schwach und fehlerhaft, wie sie erscheinen mag, ist die Kirche das Einzige, was Gott seine höchste Fürsorge schenkt. Sie ist der Saal Seiner Gnade, in dem Er sich freut, Seine Kraft offen zu zeigen, Herzen zu verwandeln.««
Unschädlich bleiben dem Zweifel – Wahrheit ist unverrückbar
Obwohl die Befürworter der Wahrheit nicht alle so handeln, wie sie sollten – weil sie nicht von der Wahrheit, die sie verkünden, geheiligt sind – ist die Wahrheit selbst unverändert; ihr Glanz bleibt ungetrübt. Auch wenn einige die Wahrheit verfälschen durch falsches Handeln, ist sie dennoch nicht beeinträchtigt. Denn wer von uns allen auch Fehler begeht – die Wahrheit selbst ist unverrückbar. Ihr Ursprung ist himmlisch, ihre Reinheit und ihr Preis sind unveräußerlich. Sie lebt – denn sie ist unsterblich. Meine geliebte Schwester, halte fest an der Wahrheit! Erlangen auch eine Erfahrung für dich selbst. Du hast eine Individualität. Du bist nur dafür verantwortlich, wie du das Licht, das auf deinem Weg leuchtet, für dich selbst anwendest. Das Manko an Tugend bei anderen wird keine Entschuldigung für dich sein. Dass andere die Wahrheit durch unheilige Taten entstellen, macht dich nicht weniger verantwortlich. Es liegt eine feierliche Pflicht auf dir, den Standard der Wahrheit zu erheben und zu tragen. Selbst wenn der Träger des Standards erstickt und fällt, lass die kostbare Botschaft nicht im Staub erschlagen. Pack sie auf – und trage sie empor, selbst aufs Risiko deines guten Rufs, deines irdischen Ruhms und, wenn nötig, deines Lebens.
Die Gemeinschaft – Ort der Prüfung, des Friedens und der Besserung
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Bei dem, der in der Gemeinschaft irrt, ist Gottes Volk sorgfältig angehalten, den Anweisungen des Herrn Jesus in Matthäus 18 zu folgen. Die Menschheit gehört Christus – gekauft mit einem unendlichen Preis, verbunden durch die Liebe, die Er und Sein Vater für sie gezeigt haben. Wie sorgsam sollten wir also miteinander umgehen! Die Menschen haben kein Recht, böse zu vermuten. Die Gemeindemitglieder dürfen nicht nach eigenen Impulsen handeln. Ihnen ist nicht einmal erlaubt, Vorwürfe gegenüber dem irrenderen Bruder zu äußern – denn so pflanzen sie den Samen des Bösen in andere Herzen. Wenn ein Bruder eine Sünde tut, soll man nicht anderen davon erzählen. Man soll sagen: „Geh hin und weise ihn allein.“ So ist es Gottes Wille. Sag nicht: „Ich will nicht kämpfen.“ Sondern sage: „Lass mich helfen.“ Denn wer anderen hilft, hilft Gott selbst. Wenn du die Süne deines Bruders erkennst, richte ihn – nicht in der Öffentlichkeit, nicht vor allen – sondern in Liebe, in Frieden, im Glauben. Dass Gott die Sünden vergibt, heißt nicht, dass du sie genehmigst. Aber wer du bist, solltest du wissen: Du bist nicht allein. Die Gemeinschaft steht bereit, dich zu tragen – wie Christus trug die Last des Gefällniskinds. Wenn du gehst, gehst du nicht – sondern stehst du fest, wirst auch du eines Tages einstecken, was heißt, die Wahrheit zu lieben, zu prüfen und zu bewahren. «
Liebe, Mitleid und das Zusammenhalten im Glauben
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Die Lehren des Neuen Testaments beziehen sich auf uns: Christus hat seinen Jüngern geboten, mit Ihm zu arbeiten, einander zu lieben, so wie Er sie geliebt hat. Das Leid, das Er am Kreuz ertrug, zeugt von dem Wert, den Gott auf das menschliche Ich legt. Alle, die diese Rettung annehmen, verpflichten sich, Mitstreiter Seiner Arbeit zu sein. Niemand darf sich als besondersgeliebt ansehen. Alle, die sich im Dienst Christi engagiert haben, müssen so arbeiten wie Er – und jene lieben, die in Unwissenheit und Sünde leben. Doch unter uns, als Volk, ist Mitleid und Liebe für die Versuchten und Irrenden oft zu kurz. Viele zeigen große Kälte und sündliche Nachlässigkeit – dargestellt durch Christus als jene, die am anderen Ufer vorbeigehen und sich so weit wie möglich von denjenigen fernhalten, die am meisten Hilfe bedürfen. Die neu Getaufte hat oft harte Kämpfe mit eingewurzelten Gewohnheiten oder einer besonderen Form der Versuchung – und wird von einer übermächtigen Leidenschaft oder Neigung besiegt, verfällt der Leichtfertigkeit oder dem tatsächlichen Fehler. Da sind Energie, Klugheit und Weisheit gefordert – damit er zur geistlichen Genesung zurückgekehrt wird. In solchen Fällen gelten die Worte der Heiligen Schrift: „Brüder, wenn jemand von euch vom Glauben abweicht, so führt ihn zurück in dem Geist der Sanftmut, indem jeder von euch für sich selbst wacht, damit er nicht auch in Versuchung kommt.“ Und: „Wir, die stark sind, sollen die Schwäche der Schwachen tragen – und nicht uns selbst dienen.“ Doch wie wenig erkennen die Nachfolger des Glaubens dieses Mitleid! Wenn jemand irrt, neigen andere dazu, die Sache so schlimm wie möglich zu machen. Was andere unterlassen, beugen sie mit grausamer Strenge. Fehler, begangen aus Unwissen, Nachlässigkeit oder Schwäche, werden zu vorsätzlicher, planvoller Sünde hochgestochen. Und während sie zusehen, wie Seelen aus dem Ruder laufen, sagen manche: „Ich hab’s ihnen gesagt!“ So nehmen sie die Haltung Satans ein – sie jubeln über die Erfüllung ihrer bösen Mutmaßungen. Wir müssten mit großer Geduld und Liebe mit den Unvollkommenen umgehen – denn Christus hat uns geboten, solche zurückzuführen – und Er hält uns für verantwortlich, einen Weg zu wählen, der Verzweiflung und Ruin nicht herbeiführt.«
Originalquellen (Englisch)
Stephan Krol
Gruender von EGW Vision
Warum ich EGW Vision gebaut habe
Hallo, ich bin Stephan Krol. Ich habe diese Ellen-White-Seite ins Leben gerufen, um Menschen einen einfachen und wirkungsvollen Zugang zu den Schriften von Ellen G. White und den adventistischen Pionieren zu ermoeglichen.
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