Was schreibt Ellen White über...

Adventistische Schriften über: "Schmerz und Trauer über das eigene Leben, adventistische Identität, echte Gefühle nicht unterdrücken, Jesu Liebe"

Antwort

Ellen White beschreibt Schmerz und Trauer als Erfahrungen, denen Jesus mit Liebe und Anteilnahme begegnet. Gefühle müssen im Gebet nicht verborgen werden: Sie lädt dazu ein, Gott Freuden und Sorgen wie einem Freund anzuvertrauen. In einem persönlichen Brief verbindet sie die Zugehörigkeit zum adventistischen „Volk der Übrigen“ mit der Einsicht, dass ein Mensch zeitweise bedrängt und ratlos sein kann; eine umfassende Definition adventistischer Identität bieten die Auszüge jedoch nicht. Jesu Liebe erscheint in den Texten als Zuflucht, zu der man auch mit schweren Lasten kommen darf.

Lebensschmerz und Trauer: Jesus ist nahe

»Zu jedem leidenden Menschen kommt Jesus mit seinem heilenden Dienst. Ein Leben voller Verlust, Schmerz und Leid kann durch kostbare Offenbarungen seiner Gegenwart erhellt werden. Gott möchte nicht, dass wir niedergedrückt bleiben von stummer Trauer und von verwundeten und brechenden Herzen. Er möchte, dass wir aufblicken und sein liebesvolles Angesicht sehen.«

Gefühle ehrlich vor Gott aussprechen

»Wir müssen ihm etwas über unsere Freuden und Sorgen, über unser tägliches Leben zu sagen haben. Gebet ist das Öffnen des Herzens vor Gott wie vor einem Freund. Natürlich müssen wir Gott nichts über uns erzählen, denn er weiß bereits alles. Aber wir beten, damit wir ihn kennen und ihn aufnehmen können.«

Adventistische Zugehörigkeit und persönliche Bedrängnis

»Wir möchten, dass du bis zuletzt zum Volk der Übrigen Gottes stehst und auf das Erscheinen des Menschensohnes in den Wolken des Himmels wartest. Lass dein Licht für andere leuchten. Du hast eine kostbare Erfahrung in den Dingen Gottes gemacht. Du magst im Blick auf dich selbst und andere zeitweise furchtbar ratlos und bedrängt sein, doch woran willst du dich halten, wenn du den Halt von oben loslässt?«

Der persönliche Brief verbindet die Hoffnung auf Jesu Wiederkunft mit der Anerkennung innerer Bedrängnis; er beschreibt nicht abschließend, was adventistische Identität ausmacht.

Jesu Liebe trägt schwere Lasten

»Du darfst zu ihm kommen, wie ein Kind zu seinen Eltern kommt, und sagen: „Herr, ich habe mich lange selbst getragen, als könnte ich mich selbst retten. Meine Lasten sind zu schwer, als dass ich sie länger tragen könnte. Du kannst sie für mich tragen.“ Er sagt: „Ich will sie tragen. Mit ewiger Güte will ich mich deiner erbarmen.“ Diese Liebe ist ebenso stark wie zart.«

Originalquellen (Englisch)

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Stephan Krol

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