Was schreibt Ellen White über...
Adventistische Schriften über: "Kriterien für geistliche Musik im Gottesdienst"
Antwort
Geistliche Musik im Gottesdienst soll demütig, melodisch und frei von theatralischen Effekten sein, um eine feierliche Atmosphäre der Anbetung zu schaffen. Kriterien für einen Gott wohlgefälligen Gesang sind klare Intonation, deutliche Aussprache und weiche Töne, die den Geist der himmlischen Chöre widerspiegeln. Musik dient dem heiligen Zweck, die Gedanken zu veredeln, Dankbarkeit zu wecken und sollte stets zur Ehre Gottes statt zur Selbstdarstellung eingesetzt werden.
Musikalische Qualität und geistliche Wirkung
»Dasselbe lässt sich vom Singen sagen. Ihr nehmt unwürdige Haltungen ein. Ihr setzt alle Kraft und Lautstärke der Stimme ein, die ihr könnt. Ihr übertönt die feineren Klänge und Noten von Stimmen, die musikalischer sind als eure eigene. Diese körperliche Übung und die raue, laute Stimme erzeugen keine Melodie für jene, die auf Erden hören, und jene, die im Himmel zuhören. Dieses Singen ist mangelhaft und für Gott nicht so akzeptabel wie vollkommene, sanfte, süße Melodien. Unter den Engeln gibt es keine solchen Darbietungen, wie ich sie manchmal in unseren Versammlungen gesehen habe. Solch raue Töne und Gesten werden im Engelchor nicht gezeigt. Der Gesang schmerzt nicht im Ohr. Er ist sanft und melodisch und kommt ohne diese große Anstrengung aus, die ich miterlebt habe. Er ist nicht erzwungen und angestrengt und erfordert keine körperliche Ertüchtigung.«
Vermeidung von Selbstdarstellung und Weltlichkeit
»Bruder Stockings hat gute Musikkenntnisse, aber seine musikalische Ausbildung war von einem Charakter, der eher auf die Bühne passte als zum feierlichen Gottesdienst. Singen ist in einer religiösen Versammlung ebenso sehr Anbetung Gottes wie das Sprechen, und jede kultivierte Eigenart oder Besonderheit zieht die Aufmerksamkeit der Leute auf sich und zerstört den ernsten, feierlichen Eindruck, der das Ergebnis heiliger Musik sein sollte. Alles Fremdartige und Exzentrische im Singen lenkt von der Ernsthaftigkeit und Heiligkeit des Gottesdienstes ab.«
Kriterien für den Gesang und die Stimmpflege
»Das Übel des formalen Gottesdienstes kann nicht stark genug geschildert werden, aber keine Worte können die tiefe Seligkeit echter Anbetung angemessen ausdrücken. Wenn Menschen mit dem Geist und dem Verstand singen, nehmen himmlische Musiker die Melodie auf und stimmen in das Danklied ein. Er, der uns alle Gaben verliehen hat, die uns befähigen, Mitarbeiter Gottes zu sein, erwartet von Seinen Dienern, dass sie ihre Stimmen pflegen, damit sie so sprechen und singen können, dass alle es verstehen können. Es ist nicht lautes Singen nötig, sondern klare Intonation, korrekte Aussprache und deutliche Artikulation. Lasst alle sich Zeit nehmen, die Stimme zu pflegen, damit Gottes Lob in klaren, sanften Tönen gesungen werden kann, nicht mit einer Rauheit und Schrillheit, die das Ohr beleidigt. Die Fähigkeit zu singen ist eine Gabe Gottes; lasst sie zu Seiner Ehre gebrauchen.«
Der heilige Zweck der Musik
»Musik wurde geschaffen, um einem heiligen Zweck zu dienen, um die Gedanken zu dem zu erheben, was rein, edel und erhebend ist, und um in der Seele Hingabe und Dankbarkeit gegenüber Gott zu wecken. Was für ein Kontrast zwischen dem alten Brauch und den Zwecken, denen Musik heute zu oft gewidmet wird! Wie viele nutzen diese Gabe, um sich selbst zu erhöhen, anstatt sie zu nutzen, um Gott zu verherrlichen! Eine Liebe zur Musik verleitet die Unvorsichtigen dazu, sich mit Weltliebhabern bei Vergnügungstreffen zu vereinigen, wo Gott Seinen Kindern verboten hat hinzugehen. So wird das, was bei richtigem Gebrauch ein großer Segen ist, zu einem der erfolgreichsten Mittel, mit denen Satan den Geist von der Pflicht und von der Betrachtung ewiger Dinge weglockt.«
Singen als Akt der Anbetung
»Musik bildet einen Teil des Gottesdienstes in den himmlischen Vorhöfen, und wir sollten uns bemühen, in unseren Lobliedern der Harmonie der himmlischen Chöre so nahe wie möglich zu kommen. Die richtige Ausbildung der Stimme ist ein wichtiges Merkmal der Erziehung und sollte nicht vernachlässigt werden. Das Singen als Teil des religiösen Dienstes ist ebenso sehr ein Akt der Anbetung wie das Gebet. Das Herz muss den Geist des Liedes fühlen, um ihm den richtigen Ausdruck zu verleihen.«
Anforderungen an Schönheit und Harmonie
»Musik kann eine große Macht zum Guten sein, doch wir schöpfen diesen Zweig der Anbetung nicht voll aus. Das Singen geschieht im Allgemeinen aus einem Impuls heraus oder um speziellen Fällen gerecht zu werden, und zu anderen Zeiten lässt man diejenigen, die singen, so dahin stolpern, und die Musik verliert ihre eigentliche Wirkung auf das Gemüt der Anwesenden. Musik sollte Schönheit, Pathos und Kraft haben. Lasst die Stimmen in Lobliedern und Hingabe erhoben werden. Nehmt, wenn praktikabel, Instrumentalmusik zu Hilfe, und lasst die herrliche Harmonie als ein annehmbares Opfer zu Gott aufsteigen.«
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Originalquellen (Englisch)
Stephan Krol
Gruender von EGW Vision
Warum ich EGW Vision gebaut habe
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