Was schreibt Ellen White über...

Adventistische Schriften über: "In Hesekiel 4,1–8 wird die prophetische Handlung Hesekiels im Kontext der Siebenten-Tags-Adventisten folgendermaßen verstanden: 1. **Symbolische Bedeutung:** Die Tage werden nicht lediglich als ein wörtlicher Zeitraum von 390+40 aufeinanderfolgenden Tagen des Liegens verstanden, sondern als Symbol für Jahre. In Hesekiel 4,6 erklärt Gott: „Ich habe dir je einen Tag für ein Jahr bestimmt“. 2. **Der Gesamtzeitraum:** Addiert man die Zeiträume, erhält man 390 Jahre (die für die Zeit der Schuld des Hauses Israel stehen) und 40 Jahre (die für die Zeit der Schuld Judas stehen), insgesamt also 430 Jahre. Dieser Zeitraum wird häufig mit der Zeit der Abkehr seines Volkes von Gott und der Erfüllung der Prophezeiungen über das Exil in Verbindung gebracht. 3. **Historischer Kontext:** Die Handlung diente den Bewohnern Jerusalems als sichtbares Zeichen für die bevorstehende Belagerung der Stadt. Für Adventisten unterstreicht dies Gottes Souveränität und seine frühzeitige Warnung vor künftigen Ereignissen, einschließlich der Zerstörung Jerusalems und der Notwendigkeit zur Umkehr. 4. **Geistliche Anwendung:** Auch wenn die Zeitangabe symbolisch zu verstehen ist, bleibt der Grundsatz bestehen: Es gibt eine festgesetzte Zeit für die Züchtigung und anschließend für die Wiederherstellung. Hesekiels Gehorsam gegenüber Gottes ungewöhnlichem Befehl zeigt, wie wichtig es ist, die göttlichen Warnungen ernst zu nehmen."

Antwort

Im Kontext der Siebenten-Tags-Adventisten wird die prophetische Handlung Hesekiels in Hesekiel 4,1–8 als symbolisches Zeichen verstanden, bei dem die Tage gemäß der göttlichen Erklärung „Jeder Tag steht für ein Jahr“ Jahre darstellen. Der Zeitraum von 390 Tagen symbolisiert 390 Jahre der Schuld des Hauses Israel, und die 40 Tage stehen für 40 Jahre der Schuld Judas, insgesamt also 430 Jahre der Abkehr von Gott. Diese Darstellung diente dem Volk als sichtbares Zeichen für die bevorstehende Belagerung Jerusalems und unterstrich Gottes Souveränität und seine frühzeitige Warnung. Der Grundsatz bleibt bestehen: Es gibt eine festgesetzte Zeit der Züchtigung, auf die die Wiederherstellung folgt, und Hesekiels Gehorsam zeigt, wie ernst die göttlichen Warnungen zu nehmen sind.

Das Tag-Jahr-Prinzip bei Hesekiel

»Was das Erste betrifft, so weisen wir darauf hin, dass Hesekiel den Befehl erhielt, „sich 390 Tage auf die linke Seite zu legen, um die Schuld des Hauses Israel zu tragen“. Dies war eine sinnbildliche Handlung, die eine symbolische Prophezeiung darstellte, und hinsichtlich ihrer zeitlichen Bedeutung fügt Jehova selbst hinzu: „Ich habe dir je einen Tag für ein Jahr bestimmt.“ Hesekiel ist bei dieser Handlung ein hieroglyphisches Abbild Israels im Kleinen: ein Mann für eine Nation. So wie der Mann die Nation im Kleinen darstellte, so stellten die 390 Tage den Zeitraum von 390 Jahren im Kleinen dar. Ebenso symbolisierte sein vierzigtägiges Liegen auf der rechten Seite die vorhergesehene Schuld Judas über einen Zeitraum von vierzig Jahren.«

Sichtbares Zeichen mit dem Ziegelstein und der Belagerung

»Um einen anschaulichen Eindruck vom beklagenswerten Zustand Jerusalems zu vermitteln, wurde Hesekiel angewiesen, die Darstellung einer belagerten Stadt auf einen Ziegelstein zu zeichnen. Bei diesem Zeichen lag der Prophet 390 Tage auf der einen und 40 Tage auf der anderen Seite. Auf den Ziegelstein oder großen Backstein zeichnete der Prophet vermutlich einen einfachen Plan der Stadt. Es muss für den Propheten eine schmerzhafte Prüfung gewesen sein, so lange auf einer Seite zu liegen, doch der Herr würde ihn beim Gehorsam gegenüber seinem Befehl stärken. Der Tempel und die Stadt wurden in Brand gesetzt und vollständig zerstört.«

Geistliche Anwendung und Warnung

»Hesekiel, ein Priester, wurde selbst vor dem endgültigen Fall Jerusalems nach Babylon ins Exil geführt. Kurz vor dem Ende des Königreichs sucht er seine Mitgefangenen und seine noch in Juda lebenden Landsleute zu warnen und zu ermutigen. Durch gegenständliche Darstellungen bildet der Prophet die Belagerung auf einem Ziegelstein im Kleinen ab, legt sich viele Tage lang erst auf die eine und dann auf die andere Seite und stellt damit viele Jahre dar. Außerdem veranschaulicht er die Entbehrungen während der Belagerung und den Aufbruch der Verbannten.«

Originalquellen (Englisch)

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Stephan Krol

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