Ellen Gould White
Was schreibt Ellen White über...
Ellen Gould White über: "Ich suche alle Stellen, in denen EGW sich auf das Gleichnis von den bösen Weingärtnern bezieht."
Antwort
Ellen G. White bezieht sich an mehreren Stellen auf das Gleichnis von den bösen Weingärtnern. Die ausführlichste Behandlung findet sich in „Prophets and Kings" (Kapitel 58), wo sie das gesamte Gleichnis nacherzählt und auf die religiösen Führer Israels anwendet. In „The Desire of Ages" bietet sie eine detaillierte Auslegung der einzelnen Elemente des Gleichnisses – Weingarten, Zaun, Turm und Weingärtner – und zeigt, wie die Priester und Ältesten darin ihr eigenes Verhalten und ihr drohendes Gericht erkannten. In „The Great Controversy" wird das Gleichnis im Kontext des Endgerichts erwähnt, wenn diejenigen, die Christus ablehnten, ihre eigene Verurteilung erkennen.
Die vorliegenden Dokumente zeigen somit drei Hauptwerke, in denen EGW dieses Gleichnis thematisiert.
Das Gleichnis vom Weingarten in Prophets and Kings
»Im Gleichnis vom Weingarten machte Christus gegen Ende seines irdischen Wirkens die jüdischen Lehrer auf die reichen Segnungen aufmerksam, die Israel zuteilgeworden waren, und zeigte darin Gottes Anspruch auf ihren Gehorsam. Er legte ihnen klar den Ruhm von Gottes Zweck vor, den sie durch Gehorsam hätten erfüllen können. Er enthüllte die Zukunft und zeigte, wie durch das Versäumnis, Seinen Zweck zu erfüllen, die ganze Nation Seinen Segen verwirkte und den Untergang über sich brachte.«
Die Anwendung des Gleichnisses auf die jüdischen Führer
»Das ganze Leben Jesu von Nazareth unter dem jüdischen Volk war eine Zurechtweisung ihres Egoismus, wie er sich in ihrer Weigerung zeigte, die gerechten Ansprüche des Besitzers des Weingartens anzuerkennen, über den sie als Weingärtner eingesetzt waren. Sie hassten Sein Beispiel an Wahrhaftigkeit und Frömmigkeit; und als die letzte Prüfung kam, die Gehorsam bis zum ewigen Leben oder Ungehorsam bis zum ewigen Tod bedeutete, wiesen sie den Heiligen Israels zurück und wurden verantwortlich für Seine Kreuzigung auf dem Kalvarienberg.«
Die Erzählung des Gleichnisses – Der Besitzer und sein Sohn
»Und als die Zeit der Früchte herannahte", fuhr Christus fort, „sandte der Besitzer des Weingartens seine Knechte zu den Weingärtnern, damit sie die Früchte davon empfingen. Und die Weingärtner nahmen seine Knechte und schlugen den einen, töteten den anderen und steinigten den anderen. Wiederum sandte er andere Knechte, mehr als die ersten; und sie taten ihnen ebenso. Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden meinen Sohn ehren. Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe; kommt, lasst uns ihn töten und sein Erbe an uns bringen! Und sie nahmen ihn und stießen ihn zum Weingarten hinaus und töteten ihn.«
Das Selbsturteil der Priester
»Nachdem Christus den Priestern ihre krönende Tat der Bosheit vor Augen gestellt hatte, stellte Er ihnen nun die Frage: „Wenn nun der Herr des Weingartens kommt, was wird er jenen Weingärtnern tun?" Die Priester waren der Erzählung mit tiefem Interesse gefolgt; und ohne die Beziehung des Themas auf sich selbst zu bedenken, schlossen sie sich dem Volk an und antworteten: „Er wird jene bösen Männer elendiglich umbringen und seinen Weingarten an andere Weingärtner verpachten, die ihm die Früchte zu ihrer Zeit geben werden.«
Die Deutung des Gleichnisses in The Desire of Ages
»Im Gleichnis stellte der Hausvater Gott dar, der Weingarten die jüdische Nation, und der Zaun das göttliche Gesetz, das ihr Schutz war. Der Turm war ein Symbol für den Tempel. Der Herr des Weingartens hatte alles Notwendige für sein Gedeihen getan. So wurde Gottes unermüdliche Fürsorge für Israel dargestellt. Und wie die Weingärtner dem Herrn einen angemessenen Anteil der Früchte des Weingartens geben sollten, so sollte Gottes Volk Ihn durch ein Leben ehren, das ihren heiligen Vorrechten entsprach. Aber wie die Weingärtner die Knechte getötet hatten, die der Meister um der Früchte willen zu ihnen sandte, so hatten die Juden die Propheten getötet, die Gott sandte, um sie zur Umkehr zu rufen. Im geliebten Sohn, den der Herr des Weingartens schließlich zu seinen ungehorsamen Knechten sandte und den sie ergriffen und töteten, sahen die Priester und Ältesten ein deutliches Bild von Jesus und Seinem bevorstehenden Schicksal.«
Das Gleichnis im Endgericht
»Lebhaft erinnern sie sich an das Gleichnis des Erlösers von den Weingärtnern, die sich weigerten, ihrem Herrn die Frucht des Weingartens zu geben, die seine Knechte misshandelten und seinen Sohn töteten. Sie erinnern sich auch an das Urteil, das sie selbst aussprachen: Der Herr des Weingartens wird jene bösen Männer elendiglich umbringen. In der Sünde und Strafe jener treulosen Männer sehen die Priester und Ältesten ihren eigenen Weg und ihr eigenes gerechtes Verderben.«
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Originalquellen (Englisch)
Stephan Krol
Gruender von EGW Vision
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