Was schreibt Ellen White über...

Adventistische Schriften über: "Bitte hilf mir, die Kontinuität und die Art meiner Beziehung im Licht des Wortes Gottes zu analysieren."

Antwort

Im Licht des Wortes Gottes gründet sich eine gesunde Beziehung darauf, dass Christus an die erste Stelle gesetzt wird, wodurch auch die gegenseitige Liebe tiefer und beständiger wird. Die Art einer gottgefälligen Bindung zeichnet sich durch gegenseitige Fürsorge, Geduld und den Erhalt der persönlichen Gewissensfreiheit und Individualität vor Gott aus. Die Kontinuität und segensreiche Kraft einer Beziehung hängen wesentlich von der Beständigkeit ab, mit der der Charakter Christi im täglichen Miteinander und im Umgang mit Fehlern widergespiegelt wird.

Christus an die erste Stelle setzen und Individualität bewahren

»In eurer Lebensgemeinschaft sollen eure Zuneigungen dem Glück des anderen dienen. Jeder soll zum Glück des anderen beitragen. Dies ist der Wille Gottes für euch. Doch während ihr zu einer Einheit verschmelzen sollt, darf keiner von euch seine oder ihre Individualität im anderen verlieren. Gott ist der Eigentümer eurer Individualität. Von Ihm sollt ihr erfragen: Was ist recht? Was ist unrecht? Wie kann ich den Zweck meiner Schöpfung am besten erfüllen? ... Eure Liebe zu dem, was menschlich ist, soll eurer Liebe zu Gott untergeordnet sein. Der Reichtum eurer Zuneigung soll zu Ihm fließen, der Sein Leben für euch gab. ... Macht Christus zum Ersten, Letzten und Besten in allem. Schaut beständig auf Ihn, und eure Liebe zu Ihm wird täglich tiefer und stärker werden, wenn sie Prüfungen unterworfen wird. Und wenn eure Liebe zu Ihm zunimmt, wird eure Liebe zueinander tiefer und stärker wachsen.«

Prüffragen zur Art und geistlichen Ausrichtung einer Beziehung

»Wird diese neue Beziehung eine Quelle wahren Glücks sein? Wird sie dir eine Hilfe im christlichen Leben sein? Wird sie Gott wohlgefällig sein? Wird dein Vorbild für andere sicher sein, ihm zu folgen? Bevor sie ihre Hand zur Ehe reicht, sollte jede Frau sich erkundigen, ob derjenige, mit dem sie ihr Schicksal verbinden will, würdig ist. ... Ist die Liebe, die er ausdrückt, von edlem, erhabenem Charakter, oder ist sie bloße emotionale Zuneigung? Hat er die Charakterzüge, die sie glücklich machen werden? Kann sie in seiner Zuneigung wahren Frieden und Freude finden? Wird es ihr erlaubt sein, ihre Individualität zu bewahren, oder müssen ihr Urteil und ihr Gewissen der Kontrolle ihres Mannes untergeordnet werden? Als eine Jüngerin Christi gehört sie nicht sich selbst; sie ist teuer erkauft worden. Kann sie den Ansprüchen des Erlösers den höchsten Rang einräumen?«

Die Kontinuität christlichen Einflusses und Charakters

»Das beständige Leben, die geduldige Nachsicht, der unter Provokation unerschütterte Geist ist immer das überzeugendste Argument und der feierlichste Appell. ... Die Kontinuität des christlichen Einflusses ist das Geheimnis seiner Kraft, und dies hängt von der Standhaftigkeit eurer Offenbarung des Charakters Christi ab. Helft denen, die geirrt haben, indem ihr ihnen von euren Erfahrungen erzählt. Zeigt, wie – als ihr schwere Fehler gemacht habt – Geduld, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft seitens eurer Mitarbeiter euch Mut und Hoffnung gaben.«

Wahre Herzensverbundenheit und gegenseitige Wertschätzung

»Ein Haus voller Liebe, in dem Liebe in Worten, Blicken und Taten zum Ausdruck kommt, ist ein Ort, an dem Engel gern ihre Gegenwart offenbaren und den Schauplatz durch Lichtstrahlen der Herrlichkeit heiligen. ... Liebe sollte in den Blicken und Manieren zu sehen und im Tonfall der Stimme zu hören sein. ... Ihr seid nicht eins im Herzen. Du nimmst eine Stellung über ihr ein und verhältst dich so, als ob ihr Urteil und ihre Meinung nichts gälten. Du meinst, deine geistlichen Errungenschaften seien ihren weit voraus. Mein Bruder, du kennst dich selbst nicht. Gott blickt auf das Herz, nicht auf die Worte oder das Bekenntnis. Die Äußerlichkeiten zählen bei Gott nicht so wie bei den Menschen. Ein demütiges Herz und einen zerschlagenen Geist schätzt Gott.«

Originalquellen (Englisch)

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Stephan Krol

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