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Ellen Gould White über: "Ursprung und Bräuche des Osterfestes"
Antwort
Der Ursprung des Osterfestes liegt in der frühen Kirche des zweiten Jahrhunderts, als Christen begannen, den Jahrestag des Todes und der Auferstehung Christi zu feiern. Während die Gemeinden in Kleinasien diesen Tag zeitgleich mit dem jüdischen Passahfest am 14. Tag des ersten Monats begingen, verlegten die westlichen Kirchen die Feier der Auferstehung auf den darauffolgenden Sonntag. Durch das Konzil von Nicäa wurde unter dem Einfluss von Kaiser Konstantin die römische Praxis, Ostern einheitlich an einem Sonntag zu feiern, kirchenweit verbindlich festgeschrieben.
Der Streit um den Ostertermin
»Die Bischöfe von Rom begannen sehr früh, Gehorsam von allen Kirchen zu fordern. Davon ist der Streit zwischen der östlichen und der westlichen Kirche bezüglich Ostern eine treffende Illustration. Dieser Streit entstand im zweiten Jahrhundert. ... Die Christen in Kleinasien hielten dieses Fest am vierzehnten Tag des ersten jüdischen Monats, wenn die Juden ihr Passah feierten ... Die westlichen Kirchen hingegen feierten die Auferstehung Christi am Sonntag nach dem jüdischen Passah.«
Einführung durch kaiserliches Dekret
»Das Konzil von Nicäa ordnete „aus Gefälligkeit gegenüber Konstantin dem Großen an, dass die Feierlichkeit von Ostern überall am selben Tag, nach dem Brauch Roms, begangen werden sollte“. Dieses Dekret, „gestützt durch die Autorität eines so großen Kaisers“, war entscheidend.«
Vermischung mit heidnischen Bräuchen
»Fast unmerklich fanden die Bräuche des Heidentums ihren Weg in die christliche Kirche. Der Geist des Kompromisses und der Anpassung wurde für eine Zeit lang durch die heftigen Verfolgungen zurückgehalten ... Aber als die Verfolgung aufhörte ... legte sie die demütige Einfachheit Christi und seiner Apostel ab für den Pomp und Stolz heidnischer Priester und Herrscher; und anstelle der Anforderungen Gottes setzte sie menschliche Theorien und Traditionen.«
Ostern und die Erhöhung des Sonntags
»Damit die Aufmerksamkeit des Volkes auf den Sonntag gelenkt werden konnte, wurde er zu einem Fest zu Ehren der Auferstehung Christi gemacht. Es wurden Gottesdienste an ihm abgehalten; dennoch wurde er als ein Tag der Erholung angesehen, während der Sabbat immer noch heilig gehalten wurde.«
Vom Passah zum Abendmahl
»Am vierzehnten Tag des Monats, am Abend, wurde das Passah gefeiert ... Als der Erlöser Sein Leben auf Golgatha hingab, hörte die Bedeutung des Passahfestes auf, und die Verordnung des Abendmahls des Herrn wurde als Gedächtnis an dasselbe Ereignis eingesetzt, von dem das Passah ein Vorbild gewesen war.«
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Originalquellen (Englisch)

