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Benutzer anon_m
Adventistische Schriften über: "Hesekiel Tempel bedingte Prophetie"
Antwort
Die Prophezeiung des Tempels in Hesekiel 40-48 wird in der adventistischen Auslegung als eine bedingte Verheißung betrachtet, die sich auf die Zeit nach der babylonischen Gefangenschaft bezog. Da das Volk Israel die gestellten Bedingungen der Reue und Gehorsam nicht erfüllte, wurde dieser prachtvolle Tempelbau niemals realisiert. Die Vision war weder für die ferne Zukunft noch für das christliche Zeitalter gedacht, sondern galt explizit der Zeit des mosaischen Bundes. Da die Zeit für die Erfüllung verstrichen ist und die Voraussetzungen nicht erfüllt wurden, bleibt die Prophezeiung unerfüllt. Sie diente dazu, dem Volk im Falle einer Umkehr Gottes Herrschaft und Gegenwart erneut vor Augen zu führen.
Die Bedingtheit der Tempelvision Hesekiels
So wird erstens nachgewiesen, dass Hesekiel keinen Bezug auf die kommende Welt oder das kommende Zeitalter hat; zweitens, dass er keinen Bezug auf die gegenwärtige Heilszeit hat; drittens, dass sich seine Prophezeiung ganz auf die vergangene oder mosaische Heilszeit bezieht; viertens, dass die Prophezeiung bedingt war und, da die Zeit verstrichen ist und die Bedingungen nie erfüllt wurden, sie nie erfüllt wurde und auch nie erfüllt werden wird.
Jerusalem, der Tempel und das Heiligtum wurden im elften Jahr der Herrschaft Zedekias, 588 v. Chr., zerstört. Vierzehn Jahre danach, 574 v. Chr., wurde Hesekiel, der selbst unter den Gefangenen Israels war, dazu bewegt, ein sehr bemerkenswertes Heiligtum zu beschreiben, in dessen Besitz sie gelangen sollten, wenn sie ihrerseits bestimmte Bedingungen erfüllen würden.
Dann wurde die Vision und die Prophezeiung gegeben, die in den letzten neun Kapiteln von Hesekiel aufgezeichnet ist... welche den Juden unter Bedingungen versprochen wurden und welche, hätten sie die Bedingungen erfüllt, der Anteil Israels am Ende der babylonischen Gefangenschaft gewesen wären. ... Die Bedingungen werden in den drei folgenden Versen genannt: „Lass sie nun ihre Hurerei und die Leichen ihrer Könige weit von mir entfernen, so will ich auf ewig in ihrer Mitte wohnen.“ ... Der Herr erweckte den Geist der persischen Könige, um den Juden zu erlauben, nach Jerusalem zu ziehen... doch sie wollten nicht auf den Herrn hören... sie schämten sich nicht für alles, was sie getan hatten; noch wollten sie ihre Hurerei ablegen.
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