Was schreibt EGW über...
Adventistische Schriften über: "Geistlicher Verfall in der Gemeinde"
Antwort
Der geistliche Verfall in der Gemeinde zeigt sich oft durch eine schleichende Anpassung an die Welt und einen Mangel an geistlicher Kraft, während man fälschlicherweise glaubt, es stünde alles gut. Stolz, Weltliebe und das Vernachlässigen von Gottes Wort sind zentrale Ursachen dafür, dass die Liebe zu Christus erkaltet und durch bloße Formalität ersetzt wird. Dieser Zustand wird durch das Ignorieren göttlicher Warnungen und das Sterben des missionarischen Geistes verschärft. Um diesen Rückzug in Richtung „Ägypten“ zu stoppen, ist eine tiefe Herzenserforschung und eine aktive Hinwendung zum Dienst an anderen notwendig. Gott hat sich nicht von uns abgewandt, sondern unsere eigenen Sünden trennen uns von Seiner Gegenwart.
Rückzug von Christus und geistlose Trägheit
Die Gemeinde hat sich davon abgewandt, Christus, ihrem Führer, zu folgen, und zieht sich stetig in Richtung Ägypten zurück. Doch nur wenige sind beunruhigt oder erstaunt über ihren Mangel an geistlicher Kraft. Zweifel und sogar Unglaube gegenüber den Zeugnissen des Geistes Gottes durchsäuern unsere Gemeinden überall. Satan möchte es so. Prediger, die sich selbst statt Christus predigen, möchten es so. Die Zeugnisse werden nicht gelesen und nicht geschätzt. Gott hat zu euch gesprochen. Licht hat aus Seinem Wort und aus den Zeugnissen gestrahlt, und beides wurde geringgeschätzt und missachtet. Das Ergebnis zeigt sich im Mangel an Reinheit, Hingabe und ernstem Glauben unter uns.
Der trügerische Schein geistlicher Wohlfahrt
Ich bin mit Traurigkeit erfüllt, wenn ich an unseren Zustand als Volk denke. Der Herr hat den Himmel nicht vor uns verschlossen, aber unser eigener Kurs des ständigen Rückfalls hat uns von Gott getrennt. Stolz, Habsucht und Weltliebe haben im Herzen gelebt, ohne Angst vor Verbannung oder Verurteilung. Schwere und vermessene Sünden haben unter uns gewohnt. Und doch herrscht die allgemeine Meinung vor, dass die Gemeinde floriere und dass Friede und geistliches Gedeihen in all ihren Grenzen herrsche.
Das Sterben des missionarischen Geistes
Der Grund, warum es in der Gemeinde keine tiefere religiöse Inbrunst und keine ernsthaftere Liebe füreinander gibt, liegt darin, dass der missionarische Geist ausgestorben ist. Über die Wiederkunft Christi, die einst das Thema des Denkens und der Gespräche war, wird heute nur noch wenig gesagt. Es gibt eine unerklärliche Zurückhaltung, ein wachsendes Missvergnügen an religiösen Gesprächen; stattdessen wird selbst von den bekennenden Nachfolgern Christi müßiges, triviales Geplapper gepflegt.
Weltliche Anpassung und geistige Dunkelheit
Die geistige Finsternis, die über Nationen, Gemeinden und Einzelpersonen hereinbricht, ist nicht auf einen willkürlichen Entzug der göttlichen Gnade seitens Gottes zurückzuführen, sondern auf die Vernachlässigung oder Ablehnung des göttlichen Lichts seitens der Menschen. ... Durch ihre Hingabe an die Welt und das Vergessen Gottes und Seines Wortes war ihr Verständnis verdunkelt, ihre Herzen irdisch und sinnlich geworden. ... Gott hat nicht einmal damals das jüdische Volk vom Wissen um oder der Teilnahme an den Segnungen des Heils abgeschnitten. Aber diejenigen, welche die Wahrheit ablehnten, verloren jegliches Verlangen nach der Gabe des Himmels.
Ein Ruf zum Erwachen aus dem Todesschlummer
Meine Brüder und Schwestern, wünscht ihr, den Bann zu brechen, der euch gefangen hält? Möchtet ihr aus dieser Trägheit erwachen, die der Starre des Todes gleicht? Macht euch an die Arbeit, ob ihr euch danach fühlt oder nicht. Setzt euch persönlich dafür ein, Seelen zu Jesus und zur Erkenntnis der Wahrheit zu führen. In solcher Arbeit werdet ihr sowohl einen Ansporn als auch ein Stärkungsmittel finden; sie wird euch sowohl aufrütteln als auch kräftigen. Durch Übung werden eure geistlichen Kräfte kräftiger werden, sodass ihr mit besserem Erfolg euer eigenes Heil ausarbeiten könnt.
Erlöschen der Lampe der Wahrheit
Eine formale Abfolge religiöser Dienste wird aufrechterhalten; aber wo ist die Liebe Jesu? Die Spiritualität stirbt. Soll diese Erstarrung, diese beklagenswerte Verschlechterung, verewigt werden? Soll die Lampe der Wahrheit flackern und in der Dunkelheit ausgehen, weil sie nicht mit dem Öl der Gnade nachgefüllt wird?
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