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Adventistische Schriften über: "wer war Saulus Paulus?"

Antwort

Saulus von Tarsus, später bekannt als der Apostel Paulus, war ein hochgebildeter Jude, römischer Bürger und Mitglied des Sanhedrins, der zunächst die frühen Christen grausam verfolgte. Nach einer übernatürlichen Begegnung mit Jesus auf dem Weg nach Damaskus verwandelte sich sein Leben radikal vom Verfolger zum leidenschaftlichen Verkünder des Evangeliums. Er zeichnete sich durch außergewöhnliche intellektuelle Fähigkeiten, Mut und Beharrlichkeit aus und widmete sein weiteres Leben der Gründung und Stärkung christlicher Gemeinden. Ellen White beschreibt ihn als ein Werkzeug Gottes, das trotz seiner großen Talente völlige Demut zeigte und allen Erfolg allein der Gnade Gottes zuschrieb. Durch seinen Dienst wurde er zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Geschichte des frühen Christentums.

Hintergrund und Charakter des Saulus

Saul von Tarsus nahm unter den jüdischen Führern, die durch den Erfolg der Evangeliumsverkündigung aufgeschreckt wurden, eine herausragende Stellung ein. Obwohl Saulus von Geburt an römischer Staatsbürger war, war er jüdischer Abstammung und wurde in Jerusalem von den bedeutendsten Rabbinern ausgebildet. „Vom Geschlecht Israel, vom Stamm Benjamin“, war Saulus „ein Hebräer von Hebräern; was das Gesetz betrifft, ein Phärisäer; was den Eifer betrifft, ein Verfolger der Gemeinde; was die Gerechtigkeit im Gesetz betrifft, untadelig.“ Er wurde von den Rabbinern als ein junger Mann mit großer Zukunft angesehen, und man hegte hohe Erwartungen in ihn als fähigen und eifrigen Verteidiger des alten Glaubens. Seine Berufung in den Rat des Sanhedrins brachte ihm eine Machtposition ein.

Die Bekehrung auf dem Weg nach Damaskus

Als Saulus nach Damaskus reiste, mit Briefen, die ihn ermächtigten, Männer oder Frauen, die Jesus predigten, gefangen zu nehmen und gebunden nach Jerusalem zu bringen, frohlockten böse Engel um ihn herum. Doch plötzlich erstrahlte ein Licht vom Himmel um ihn her, das die bösen Engel zur Flucht zwang und ihn schnell zu Boden stürzen ließ. Er hörte eine Stimme sagen: „Saul, Saul, was verfolgst du mich?“ Saulus fragte: „Wer bist du, Herr?“ Und der Herr sprach: „Ich bin Jesus, den du verfolgst: Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen.“ Und Saulus, zitternd und erschrocken, sagte: „Herr, was willst du, dass ich tun soll?“ Und der Herr sprach: „Steh auf und geh in die Stadt; dort wird man dir sagen, was du tun sollst.“

Der Wandel vom Verfolger zum Evangelisten

Die Nachricht von Paulus' Bekehrung war für die Juden eine große Überraschung. Er, der mit „Vollmacht und Auftrag der Hohenpriester“ nach Damaskus gereist war, um die Gläubigen festzunehmen und zu verfolgen, predigte nun das Evangelium eines gekreuzigten und auferstandenen Heilands, stärkte jene, die bereits Jünger waren, und bekehrte beständig neue Menschen zu dem Glauben, den er einst so erbittert bekämpft hatte.

Paulus' Talente und seine neue Mission

Paulus war früher als eifriger Verteidiger der jüdischen Religion und unermüdlicher Verfolger der Nachfolger Jesu bekannt gewesen. Mutig, unabhängig und beharrlich hätten seine Talente und seine Ausbildung es ihm ermöglicht, in fast jeder Position zu dienen. Er konnte mit außergewöhnlicher Klarheit argumentieren und durch seinen beißenden Sarkasmus einen Gegner in ein wenig beneidenswertes Licht rücken. Und nun sahen die Juden diesen vielversprechenden jungen Mann vereint mit jenen, die er früher verfolgt hatte, wie er furchtlos im Namen Jesu predigte.

Demut vor Gott

Als Saulus sich der überführenden Kraft des Heiligen Geistes völlig hingab, erkannte er die Fehler seines Lebens und die weitreichenden Ansprüche des Gesetzes Gottes. Er, der ein stolzer Pharisäer gewesen war und darauf vertraut hatte, durch seine guten Werke gerechtfertigt zu sein, beugte sich nun mit der Demut und Einfachheit eines kleinen Kindes vor Gott, bekannte seine eigene Unwürdigkeit und flehte um die Verdienste eines gekreuzigten und auferstandenen Heilands.

Paulus als Werkzeug Gottes

Es war Paulus, der zuerst das Evangelium in Korinth gepredigt und dort die Gemeinde organisiert hatte. Das war das Werk, das der Herr ihm zugewiesen hatte. Später wurden auf Gottes Anweisung andere Mitarbeiter herangebracht, um ihren Platz einzunehmen. Der gesäte Same musste begossen werden, und dies sollte Apollos tun. ... Es ist nicht menschliche, sondern göttliche Kraft, die eine Charakterumwandlung bewirkt. Diejenigen, die pflanzen, und diejenigen, die begießen, bewirken nicht das Wachstum des Samens; sie arbeiten unter Gott als seine beauftragten Werkzeuge.

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Stephan Krol

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