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Adventistische Schriften über: "Was waren die Handschriften, die ausgelöscht wurden? Kolosser 2"
Antwort
Bei der in Kolosser 2 erwähnten „Handschrift“, die ausgelöscht und an das Kreuz genagelt wurde, handelt es sich um das Zeremonialgesetz und nicht um das moralische Gesetz der Zehn Gebote. Dieses Gesetz bestand aus Vorschriften über Opfergaben, Speise- und Trankopfer sowie jährliche Fest-Sabbate, welche als Schatten auf das Opfer Christi hinwiesen. Mit dem Tod Jesu am Kreuz verlor dieses System seine Gültigkeit, während das fundamentale moralische Gesetz Gottes ewig bestehen bleibt.
Unterscheidung zwischen Moral- und Zeremonialgesetz
»Die Bibel erwähnt zwei Gesetze. Erstens gibt es das große moralische Gesetz der Zehn Gebote, das mit dem Finger Gottes in Steintafeln eingraviert wurde... Zweitens gibt es das Zeremonialgesetz, das von Mose auf Pergament geschrieben und den Israeliten für eine Zeit gegeben wurde. Es bestand aus Vorschriften bezüglich der Darbringung von Opfern... Es ist dieses Zeremonialgesetz, das an das Kreuz genagelt wurde.«
Das Wesen der ausgelöschten Satzungen
»Das Auslöschen der Handschrift von Satzungen, die gegen uns war... und sie aus dem Weg räumte, indem er sie an sein Kreuz nagelte... Die darin enthaltenen Dinge waren Speisen, Getränke, Feiertage [griech. eorhtes, ein Festtag], Neumonde und Sabbate. Das Ganze wird als ein Schatten kommender guter Dinge erklärt; und der Körper, der diesen Schatten wirft, ist von Christus.«
Kein Bezug auf das moralische Gesetz
»Mit der „Handschrift der Satzungen“ ist höchst offensichtlich das Zeremonialgesetz gemeint – nicht der Dekalog oder das Moralgesetz. Dieses wird niemals als „Handschrift der Satzungen“ charakterisiert. Daher haben das „Auslöschen“, „Wegnehmen“ und „an das Kreuz Nageln“, von dem gesprochen wird, keinen Bezug auf dieses Gesetz, sondern auf das mosaische Ritual.«
Das Zeremonialgesetz als Schattenbild
»Es gibt ein Gesetz, welches abgeschafft wurde, welches Christus „aus dem Weg räumte, indem er es an Sein Kreuz nagelte“. Paulus nennt es das „Gesetz der Gebote, die in Satzungen enthalten sind“. Dieses Zeremonialgesetz, das Gott durch Mose gab, mit seinen Opfern und Satzungen, sollte für die Hebräer bindend sein, bis das Vorbild auf das Gegenbild im Tod Christi traf.«
Die Unveränderlichkeit der zehn Gebote
»Es wäre absurd, von STEINERNEN Tafeln als an das Kreuz GENAGELT zu sprechen oder davon zu sprechen, das auszulöschen, was in STEIN GRAVIERT war. Es hieße, den Sohn Gottes so darzustellen, als vergösse er sein Blut, um das auszulöschen, was der Finger seines Vaters geschrieben hatte.«
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Originalquellen (Englisch)

