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Benutzer anon_m

Adventistische Schriften über: "gräuel der verwüstung"

Antwort

Der „Gräuel der Verwüstung“ wird in den adventistischen Schriften primär als das römische Machtsystem verstanden, das sowohl in seiner heidnischen als auch in seiner päpstlichen Form auftritt. Während die Zerstörung Jerusalems durch die heidnischen Römer als eine erste Erfüllung und Warnzeichen für die Christen galt, wird das „Stehen an heiliger Stätte“ auch geistlich auf das Aufkommen des Papsttums innerhalb der Kirche bezogen. Die Schriften betonen, dass dieses Machtsystem die Gemeinde Christi über Jahrhunderte verfolgte, insbesondere während der 1260 Jahre päpstlicher Vorherrschaft. Letztlich dient der Gräuel als prophetisches Signal für Zeiten großer Trübsal, in denen Gottes Volk zur Flucht und Wachsamkeit aufgerufen ist. Die Identifikation reicht somit von der physischen Belagerung Jerusalems bis hin zum „Geheimnis der Bosheit“ in der christlichen Ära.

Identität und Wirken des Gräuels

Es scheint mir, dass „der Gräuel der Verwüstung, von dem der Prophet Daniel gesprochen hat“, eindeutig der päpstliche Gräuel ist. Unter seinem Stehen „an heiliger Stätte“ verstehe ich sein Aufsteigen in der Kirche – „dann lasst“ alle Christen „fliehen“... eine solche Zeit der Trübsal für die Gemeinde soll nie wiederkehren.
Mein Eindruck ist, dass es nichts mit dem Papsttum in einem abstrakten Sinne zu tun hat, sondern dass es die römische Macht ist – die Macht, durch die das Papsttum gestützt und geführt wird... Sicherlich ist dies der „Gräuel“, der die Gemeinde und das Heiligtum verwüstete; und offensichtlich ist dies der „Gräuel“, auf den Christus seine Jünger verwies.
Wenn ihr nun sehen werdet den Gräuel der Verwüstung, von dem der Prophet Daniel gesprochen hat, dass er steht an der heiligen Stätte, wo er nicht sein sollte... wenn ihr seht, dass Jerusalem von Heeren umzingelt ist, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe ist.
Zu dieser Zeit ging die römische Macht oder das Königreich von seiner heidnischen in seine päpstliche Form über. So wurde die Macht Roms in der Form des Papsttums „aufgerichtet“; seit dieser Zeit wurde das Papsttum von jener Macht dazu benutzt, „die Starken und das heilige Volk zu vernichten“.
Nun wurde Jerusalem nicht durch die „Übertretung der Verwüstung“ oder den „Gräuel der Verwüstung, von dem Daniel sprach“, zerstört, sondern unter der Herrschaft des „täglichen“ oder heidnischen Gräuels. Dann war die von unserem Heiland angesprochene Verwüstung nicht die Zerstörung Jerusalems [als alleinige Erfüllung].
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Originalquellen (Englisch)

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Stephan Krol

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