Was schreibt EGW über...
Adventistische Schriften über: "Flache Erde"
Antwort
In der adventistischen Geschichtsschreibung wird die Vorstellung einer flachen Erde als eine Phase der Unwissenheit betrachtet, die vor allem im Mittelalter durch eine falsche Auslegung der Heiligen Schrift gestützt wurde. Während einige frühe Kirchenväter die Kugelgestalt der Erde ablehnten, zeigen adventistische Quellen auf, dass wissenschaftliche Erkenntnisse und Entdeckungsreisen wie die von Magellan die runde Form der Erde endgültig bestätigten. Die Adventbewegung des 19. Jahrhunderts bezog sich in ihren Berechnungen ganz selbstverständlich auf die Erdoberfläche als Globus. Die Bibel wird hierbei nicht als Beleg für eine flache Erde gesehen, sondern die Kugelgestalt wird als physikalische Realität anerkannt. Letztlich wird betont, dass Gottes Macht ausreicht, um die Erde bei der Wiederkunft Christi und der Neuschöpfung so zu gestalten, dass alle Menschen Platz darauf finden.
Wissenschaftlicher Fortschritt und die Kugelgestalt
Im Jahr 1444 behauptete Kardinal Nikolaus von Kues, dass die Erde nicht feststeht, sondern sich um ihre Achse dreht. Dann konstruierte Nikolaus Kopernikus (1473–1543) um das Jahr 1505 das heliozentrische oder sonnenzentrierte System... Columbus half dabei, die vorherrschenden Vorurteile zu überwinden, und schließlich besiegelte Magellans Reise für immer die Kugelgestalt der Erde.
Die Ablehnung der runden Erde im Mittelalter
In der patristischen Geographie wurde die Erde als eine flache Oberfläche betrachtet, die von den Wassern des Meeres begrenzt wird und auf der das kristalline Gewölbe des Himmels ruht. Dieses Konzept wurde größtenteils durch Schriftstellen unterstützt, die ihrer eigentlichen Bedeutung entfremdet wurden... Cosmas von Alexandria... setzte der Ablehnung der Theorie einer runden Erde die Krone auf, indem er fragte, wie am Tag des Gerichts Menschen auf der anderen Seite einer Kugel den Herrn durch die Luft herabkommen sehen könnten!
Berechnungen basierend auf der Kugeloberfläche
Nehmen wir nun an, dass nur zwei Fünftel der Oberfläche des Globus, den wir bewohnen, Land sind; das ergäbe 78.660.342 Quadratmeilen... Wenn wir diese Zahl durch die Gesamtzahl der Erdbewohner dividieren... haben wir 50 1/3 Ruten Land für jedes Individuum, das jemals auf der Erde geboren wurde.
Die Kugelgestalt und die Neue Erde
In der neuen Erde, so heißt es, gibt es kein Meer mehr; wir können daher die 3/5 der Erdoberfläche hinzufügen, die jetzt mit Wasser bedeckt sind... Wir wissen nicht, wie viel größer die neue Erde sein wird als diese Erde... Diejenigen, die hoffen, ein „So spricht der Herr“ durch solche eitle Sophisterei zu widerlegen, irren gewaltig, da sie weder die Schriften noch die Kraft Gottes kennen.
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Originalquellen (Englisch)

