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Adventistische Schriften über: "Die Berechnung des Untersuchungsgerichts durch William Miller"
Antwort
William Miller berechnete das Ende der 2300 Abende und Morgen aus Daniel 8,14 und kam zu dem Schluss, dass dieses prophetische Zeitmaß im Jahr 1844 enden würde. Er setzte den Beginn dieser Periode im Jahr 457 v. Chr. an, zeitgleich mit dem Erlass Artaxerxes' zum Wiederaufbau Jerusalems. Ursprünglich erwartete er die Wiederkunft Christi zwischen 1843 und dem Frühjahr 1844, da er fälschlicherweise annahm, das "Heiligtum" sei die Erde, die durch Feuer gereinigt würde. Erst später wurde erkannt, dass die Berechnung bis in den Herbst 1844 reicht, da der Erlass erst in der zweiten Jahreshälfte 457 v. Chr. in Kraft trat. Diese Zeitmarke markiert nach adventistischem Verständnis den Beginn des Untersuchungsgerichts im himmlischen Heiligtum.
Die Grundlage der 2300 Jahre und das Jahr 1844
Von den zweitausenddreihundert Tagen gab der Engel die Ereignisse für die ersten vierhundertneunzig Jahre an. Es blieben achtzehnhundertzehn Jahre übrig (2300 - 490 = 1810). Die vierhundertneunzig Jahre endeten im Jahr 34 n. Chr. Addiert man dazu achtzehnhundertzehn Jahre, so erhält man das Jahr 1844 n. Chr. Daniel war das Ereignis gezeigt worden, welches dieses Jahr kennzeichnen würde. Es war das Untersuchungsgericht...
Da diese Tatsache von Herrn Miller und seinen Gefährten zuerst nicht wahrgenommen wurde, erwarteten sie das Kommen Christi im Jahr 1843 oder im Frühjahr 1844; daher rührte die erste Enttäuschung und die scheinbare Verzögerung. Es war die Entdeckung des korrekten Zeitpunkts in Verbindung mit anderen Schriftzeugnissen, die zu der als „Mitternachtsruf“ von 1844 bekannten Bewegung führte. Und bis zum heutigen Tag steht die Berechnung der prophetischen Zeiträume, die das Ende der 2300 Tage in den Herbst 1844 legen, unangefochten fest.
Aber die 2300 Tage können nicht ab dem Beginn des Jahres 457 v. Chr. gerechnet werden; denn der Erlass von Artaxerxes – welcher der Ausgangspunkt ist – trat erst im Herbst jenes Jahres in Kraft. Folglich müssen sich die 2300 Tage, beginnend im Herbst 457 v. Chr., bis zum Herbst 1844 n. Chr. erstrecken.
William Miller und andere fanden bei ihrem Studium der Erklärung in Daniel 8,14: „Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen vergangen sind; dann wird das Heiligtum gereinigt werden“, heraus, dass diese lange prophetische Periode im Jahr 1844 enden würde. Sie versäumten es, diesen Text mit dem alten vorbildlichen Heiligtum zu verknüpfen, sondern bezogen den Begriff „Heiligtum“ auf diese Erde und lehrten, dass Christus 1844 auf die Erde kommen würde, um sie zu reinigen und die Menschen zu richten.
Dass sie mit den siebzig Wochen von Kapitel neun beginnen, beim Ausgehen des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems; – dann ist die Schlussfolgerung unvermeidlich, dass das Heiligtum (was auch immer das Ereignis sein mag) im Jahr 1843 gereinigt werden wird.
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Originalquellen (Englisch)
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