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Ellen Gould White über: "Unterschied zwischen moralischem und zeremoniellem Gesetz"
Antwort
Der Unterschied zwischen dem moralischen und dem zeremoniellen Gesetz ist grundlegend: Das moralische Gesetz (die Zehn Gebote) wurde von Gott selbst gesprochen, auf Steintafeln geschrieben und ist als Ausdruck Seines Charakters ewig und unveränderlich. Das zeremonielle Gesetz hingegen bestand aus Symbolen und Opfern, die auf das Kommen und den Opfertod Christi hinwiesen. Während das Zeremonialgesetz mit dem Tod Jesu am Kreuz endete („ans Kreuz geheftet“), bleibt das moralische Gesetz für alle Menschen in allen Zeitaltern bindend.
Die Unveränderlichkeit des moralischen Gesetzes im Gegensatz zu den Zeremonien
»Es gibt viele, die versuchen, diese beiden Systeme zu vermischen und die Texte, die vom Zeremonialgesetz sprechen, zu benutzen, um zu beweisen, dass das Moralgesetz abgeschafft wurde; aber das ist eine Verdrehung der Schrift. Der Unterschied zwischen den beiden Systemen ist weit und deutlich. Das zeremonielle System bestand aus Symbolen, die auf Christus, auf Sein Opfer und Sein Priestertum hinwiesen. Dieses rituelle Gesetz mit seinen Opfern und Verordnungen sollte von den Hebräern so lange durchgeführt werden, bis das Vorbild im Tod Christi, dem Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt, auf das Gegenbild traf. Dann sollten alle Opfergaben aufhören. Es ist dieses Gesetz, das Christus „aus dem Weg geräumt hat, indem er es an sein Kreuz heftete“.«
Zwei verschiedene Ursprünge und Niederschriften
»Das Zeremonialgesetz wurde Mose gegeben und von ihm in ein Buch geschrieben. Aber das Gesetz der Zehn Gebote, das vom Sinai herab gesprochen wurde, war von Gott selbst auf die Steintafeln geschrieben worden und wurde heilig in der Arche aufbewahrt.«
Gültigkeit für alle Menschen und alle Zeiten
»Das moralische Gesetz ist nicht ausschließlich jüdisch. Die zeremoniellen, sozialen und politischen Gesetze, die Mose übergeben wurden... waren für Israel; aber das moralische Gesetz, das in furchtbarer Erhabenheit vom rauchenden Berg vor den Ohren des ganzen Volkes gesprochen und auf Steintafeln geschrieben wurde, war für alle Menschen gedacht, die bis zum Ende der Zeit auf der Erde leben sollten.«
Der Zweck des Opfersystems
»Das rituelle System war von völlig anderem Charakter und versinnbildlichte den Tod Christi als Opfer für die übertretenen Gebote des moralischen Gesetzes.«
Befreiung von Bräuchen, aber Treue zum Gesetz
»Das, was sie schattenhaft vorausgesagt hatten, war eingetreten, und diejenigen, die unter der Heilszeit des Evangeliums lebten, waren von ihrer Beachtung befreit worden. Gottes unveränderliches Gesetz der Zehn Gebote hielt Paulus jedoch immer noch dem Geist wie dem Wortlaut nach ein.«
Beweis durch das Kreuz
»Während der Tod des Erlösers das Gesetz der Vorbilder und Schatten beendete, tat er der Verpflichtung des moralischen Gesetzes nicht den geringsten Abbruch. Im Gegenteil: Allein die Tatsache, dass es für Christus notwendig war zu sterben, um die Übertretung jenes Gesetzes zu sühnen, beweist, dass es unveränderlich ist.«
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Originalquellen (Englisch)

